Es ist entweder T Minus 30, wenn man den ersten Tag, die Überquerung der Pyrenäen, oder T Minus 60, wenn man Compostela als Ziel nimmt. Irgendwo und irgendwie ist aber ja auch immer der Weg das Ziel, und das gilt wohl ganz besonders für den Camino Santiago.

Nachdem ich mir die entsprechenden Bücher bestellt habe (hätte ja gerne im Buchladen gekauft, aber die waren ausverkauft und wollten mir den alte 2008er andrehen), eine Packliste angefangen, und die Zugverbindung von Saarbrücken rausgesucht, muß ich nur noch einen Schlafsack kaufen, und es kann los gehen.

Die Sprüche sind die Selben wie auf dem AT oder PCT, wenn auch etwas religiöser und dafür weniger Aussteiger-Hippie-lastig: „Jeder geht den Weg für sich alleine“ und „Der Weg sagt Dir, warum du ihn gehst.“ Ich weiß warum ich ihn gehe: weil ich erstens wirklich mal wieder 30 Tage Laufen gut gebrauchen kann, weil ich mir vor dem nächsten großen Schritt in meiner Karriere den Kopf frei blasen lassen will, weil ich einen klaren Marker setzen will, weil ich alt bin und alte Menschen den Compostela statt dem AT laufen, und weil Jeder den Weg mal gegangen sein sollte. Außerdem hoffe ich, ein bisschen dabei abzunehmen, was als Vegetarier in Spanien gar nicht so schwer ist.

Ich versuche meinen Backpack unter 10 Kilos zu halten, was ja schon etwas über dem Normwert ist, aber sich für mich bisher gut bewährt hat. Als Technologie-Süchtiger, der auch nicht vor hat, diese Sucht aufzugeben, muß der iPad mit, die Kamera, das Handy, und Ladegeräte. Als Belohnung für das extra Gewicht gibt’s dann alle drei Tage mal einen Hotelaufenthalt, bei dem das Ganze geladen werden kann. Nach Santiago de Compostela wird dann noch ein Paket geschickt, welches neue Klamotten für den Hike nach Finisterre und die Fahrt über Paris nach Hause beinhaltet. Vielleicht kaufe ich mir in Santiago oder Finisterre ja auch nur Neues und verbrenne das Alte, was Tradition am Meer, aber leider seit 2009 verboten ist.

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24 Comments on “T Minus 30 … auf dem Weg nach Santiago de Compostela”

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