Am 27. Mai 1931 stiegen Auguste Piccard und Paul Kipfer in eine Kugel aus dünnem Aluminium, um Einstein’s Relativitätstheorie in der Stratosphäre nachzuweisen.
Auf ihrem Kopf trugen die beiden ein Kissen und darüber einen geflochtenen Korb. Das kam daher, dass die deutschen Behörden sich weigerten, den beiden eine Starterlaubnis zu geben, bis sie einen Helm aufhatten. Da weder Piccard noch Kipfer irgendwie gedacht hatten, dass ein Sturz aus 15781 Metern durch einen Helm irgendwie sicherer gemacht werden könne, hatten sie keinen dabei. Kipfer besorgte die Kissen und Körbe, und die Deutschen waren zufrieden und ließen das Paar starten.
Trotz vieler widriger Umstände, zum Beispiel fiel der Propeller aus, der die Gondel von der Sonne wegdrehen sollte und die Temperatur in der Kugel stieg auf über 40°C, ein Thermometer explodierte und das Quecksilber fraß sich durch den dünnen Aluminiumboden, und die Abstiegsvorrichtung versagte, so dass das Duo bis zum Sonnenuntergang (wenn die Kälte die Ballons abschwellen ließ) ausharren musste, landeten die Beiden mit wertvollen Daten zur kosmischen Höhenstrahlung und bewiesen damit Hesse’s Theorie und brachten Daten für Einstein zurück.
2 Kommentare
@mikka naja, deutsche Behörden meinen ja rund 100 Jahre später immer noch, dass ein Helm einen Zusammenstoß mit einem zwei Tonnen schweren Auto für Fahrradfahrer irgendwie sicherer machen könnte.
Vielleicht sollten wir bei der nächsten #CriticalMass mal alle ein Kissen und einen geflochtenen Korb auf dem Kopf tragen. 🤔
#HelmDebatte
@mikka
Das mit dem Helm ist eine tief verwurzelte deutsche Tradition, wie jede:r weiß, der mit einem Fahrrad unterwegs ist. Selbst wenn du am Bordstein stehend vom Betonmischer überrollt wirst, werden Polizei und Medien vor allem darüber berichten, ob du einen Helm getragen hast oder nicht.