Wenn "hold my beer" auf deutsche Behörden trifft

Piccard und Kipfer mit Körben und Kissen auf dem Kopf

Am 27. Mai 1931 stiegen Auguste Piccard und Paul Kipfer in eine Kugel aus dünnem Aluminium, um Einstein’s Relativitätstheorie in der Stratosphäre nachzuweisen.

Auf ihrem Kopf trugen die beiden ein Kissen und darüber einen geflochtenen Korb. Das kam daher, dass die deutschen Behörden sich weigerten, den beiden eine Starterlaubnis zu geben, bis sie einen Helm aufhatten. Da weder Piccard noch Kipfer irgendwie gedacht hatten, dass ein Sturz aus 15781 Metern durch einen Helm irgendwie sicherer gemacht werden könne, hatten sie keinen dabei. Kipfer besorgte die Kissen und Körbe, und die Deutschen waren zufrieden und ließen das Paar starten.

Trotz vieler widriger Umstände, zum Beispiel fiel der Propeller aus, der die Gondel von der Sonne wegdrehen sollte und die Temperatur in der Kugel stieg auf über 40°C, ein Thermometer explodierte und das Quecksilber fraß sich durch den dünnen Aluminiumboden, und die Abstiegsvorrichtung versagte, so dass das Duo bis zum Sonnenuntergang (wenn die Kälte die Ballons abschwellen ließ) ausharren musste, landeten die Beiden mit wertvollen Daten zur kosmischen Höhenstrahlung und bewiesen damit Hesse’s Theorie und brachten Daten für Einstein zurück.

Train Track "Frontend" 2

New Year’s resolutions are hard. Mine were to learn a bit more about Streamlit, to get deeper into using local AI as a data correlation mechanism, and to get fitter/healthier.

So that’s where Train Track comes in. It’s a small Python app I am writing using FastCGI and Streamlit to analyze my Apple Health data, exported and sent to Train Track daily via Health Auto Export. HAE is pretty cool, it takes everything my phone knows about my health and habits and can send it via MQTT, to Home Assistant, or (most important to me) a REST endpoint.

Second image is a local LLM analyzing the data and giving some basic recommendations and correlations. That one needs a LOT more work.

Note: I am not stupid enough to blast my health data into the Fediverse, that’s example content :)

Ich habe ja sowieso schon keinen sehr weit verbreiteten Namen. Irgendwann in den frühen 2000ern war es ja ein absolutes “Muss” sich einen Spitznamen oder ein Handle im Internet zuzulegen, aber wie mein damaliger (und heutiger) Freund Fex (nicht sein Name, sein Handle) damals meinte “Mikka braucht das nicht, Mikka hat einen Namen der aus einem von diesen Pick Up Artist Büchern geklaut sein könnte.”

Mit so einem seltenen Namen bekommt man sein Wunsch-Google Handle recht einfach. Seit dem 1. April 2004 habe ich meinen, damals war GMail noch cool. Heute nutze ich Fastmail, weil es immer noch cool ist. Aber weil einige meiner alten Freunde noch immer meine GMail Email addresse nutzen (besonders aus der Army und 2000-2005 Silicon Valley Zeit, da steht die Adresse auch noch in man-pages und source code), leite ich halt von da weiter.

Und obwohl das so eine seltene Kombination ist, bekomme ich täglich irgendwelche Scheiße, die nicht an mich gehen sollte. Da waren in den letzten 21 Jahren schon Knaller dabei, die gesamten Steuerunterlagen eines Anwalts, inklusive der Namen seiner Klienten, eine volle Gesundheits-Historie einer 28-jährigen vierfachen Mutter, inklusive ihrer „history of presenting complaint” die sehr … juicy … Details über die wahre Vaterschaft zweier ihrer Kinder beinhaltete, und selbst Nachrichten vom USDOJ über Uhrzeiten zu denen man sich am Gefängnis zum Antritt der Freiheitsstrafe einfinden sollte.

Auch lustig: es gibt noch einen Jonas Luster (mein Mittelname) in Deutschland. Dieser hat sich beim Anmelden für die Bundespolizei-Ausbildung vertippt, und jetzt bekomme ich die Emails wann er sich wo einfinden soll, und ich muss die immer schön weiterleiten, weil die BuPo sowas wie “wir berichtigen das” nicht hinbekommt.

Und heute habe ich so erfahren, dass Michael Luster in Kansas seine Mutter gestern verloren hat, und er sich bitte mal beim Altenheim melden soll. Bloß blöd, dass ich keine Ahnung habe, wo er sich da vertippt hat.

Oh, und Markus Luster, Radiologe aus Marburg, muss mal seine CME auffrischen. Ich kenne mich da nicht aus, mit den schwarz-weißen Bildern, also kann ich mich zwar einloggen aber leider nicht für ihn teilnehmen.

Von meiner eigentlich vegetarischen Ernährung nehme ich nur selten Abstand. Wenn gutes Steak Tartare auf der Speisekarte steht, die obligatorische Hackepeter-Semmel auf unserem kleinen Volksfest, und das Schnitzelessen am 21. Januar, zu dem ich seit 1993 gehe, von 99 bis 2016 nicht da war, und 2017 wieder wie ein alter Freund begrüßt wurde.

Und dann ist da der McRib zu Weihnachten.

Meine Mutter war … schwierig. Unter den Regeln wie “Socken sind ausreichende Geburtstagsgeschenke damit das Kind nicht verwöhnt wird” war auch, dass alles auswärtige Essen schlecht war (sie war/ist eine SEHR schlechte Köchin).

Um Weihnachten nahm mich mein Vater dann immer unter einem Vorwand in die Stadt und wir aßen einen McRib zusammen. Mit Pommes. Und einer Cola. Alles Dinge, die zuhause verboten waren.

Mein Vater ist 2008 verstorben, aber meinen McRib esse ich immer noch an Weihnachten. Weil es Tradition ist.

Merry Christmas, everyone, hug your family!

Ich würde ja “mal wieder ein” schreiben, aber diesmal macht es mehr Sinn “mein letztes” vor den Satz “Weihnachten und Silvester auf dem Notfall” zu sagen.

Heute gegen 6 geht’s in den Dienst, dann 24-25, 25-26, 30-31 und 31-1… und dann ist die Ära “Mikka macht Notfall” zu Ende.

Lachendes und weinendes Auge treffen sich über Stollen, Intox, und Scooter-Unfälle. Dormicum macht alles besser. Ancef/Cefazolin macht Ortho-Bros glücklich. Weihnachtsgeschenke aus der Glasflasche.

Am 2.1 endet meine Zeit als “Arzt” weil man in Deutschland sich nur “Arzt” nennen darf, wenn man der Mafia mit Gewinnmotiv namens Ärztekammer auch Geld gibt. Oder, besser, mehr Geld gibt, denn rein das Medizinstudium verpflichtet zur Anmeldung und Beitragszahlung, auch wenn keine Berufserlaubnis besteht. Ja, Deutschland halt. Dafür reicht’s, aber einen türkischen Gynäkologen arbeiten zu lassen, dafür nicht.

2026 kommt meine Reise durch die Medizin als soziales Konstrukt. Dafür suche ich übrigens immer noch Kameramenschen und Cutter:innen. Dazu ein extra Post später.

Ist ja bald Weihnachten, darf ich mir für 2026 was für’s #Fediverse wünschen?

Ich wünsche mir, dass nächstes Jahr die Durchsättigung von Mastodon im Fediverse auf unter 20% sinkt. Wichtig: ich will nicht, dass es weniger Mastodon gibt. Ich will, dass es mehr gibt, von allem anderen.

Ich wünsche mir, dass Menschen mehr Content ins Fediverse stellen. Blogs. Ganz viele Blogs. Ob mit write.as oder mit AP für WordPress oder (man kann ja träumen) mit Hule, egal. Aber mehr davon.

Ich wünsche mir, dass der ÖRR endlich seine Mediatheken und seine von uns finanzierten Formate statt nur auf YouTube und Instagram/TikTok auch auf von den ÖRR betriebenen PeerTube Instanzen bereitstellt. Die Mediatheken sind schon Bandbreiten- und CPU-Fresser, PeerTube wäre da sogar “gesünder” für den Verbrauch.

Ich wünsche mir, dass es mehr wertvolle Formate aus dem DE und EN YouTube Space in das Fediverse schaffen, weil Werbepartner die Wichtigkeit sehen und sehen, dass wir hier nicht alle Hatefluencer sind, die jegliches Gewinnmotiv ablehnen sondern Ausbeutung.

Ich wünsche mir, dass es mehr Software gibt, die ActivityPub als Primärprotokoll statt als “nettes Wochenendprojekt” unter ferner liefen unterstützt. Ich wünsche mir, dass statt “ja, ist scheiße aber ist nicht US-Silo” wir endlich “ist besser als US-Silo” sagen können.

Ich wünsche mir, dass die Parteien und Gruppierungen, die im Fediverse “aktiv” sind, von Beschallung auf Konversation, Interaktion, und Diskurs wechseln. Und dass Accounts, die das nicht machen, halt im Orkus verschwinden.

Ich wünsche mir, dass Menschen mehr Boosts verwenden und wir von 38:1 auf 1:38 wechseln, damit Menschen der Algorithmus werden. Dass Alternativen zu Hacker News oder Reddit endlich mainstream werden.

Oder Kurz: ich wünsche mir, wie oben erwähnt, ein “ist geiler als Silos” statt ein “ist nicht so gut, aber halt kein Silo”.

Aber wünschen kann man sich viel.

Norwegische Familie, sehr konservativ.

“Ist mir doch scheißegal, wen mein Sohn heiratet. Mann, Frau, beides, scheißegal.” “Så lenge de ikke er svenske” - so lange sie keine Schweden sind.

Heute ist schon der 13. Das heißt weniger als zehn Tage bis Weihnachten, und ab morgen ist Hanukkah. Und weißt Du wie viele Weihnachtsmärkte ich (erklärter Weihnachtsmarktfan) bisher besucht habe?

Null! Zilch! Keinen! Nibbes! Nebbish!

Teils weil ich wirklich beschäftigt war. Teils, weil meine Freunde dieses Jahr auch keine Zeit haben, und es mir mehr Spaß macht, wenn wir zusammen gehen. Und teils, weil ich dieses Jahr einfach in einer Spirale feststecke in der ich mir jeden Tag vornehme, dass morgen, ja morgen endlich die ganze Scheiße im Haus gemacht wird, und dann geht’s ab auf die Märkte.

Oder vielleicht werde ich wirklich alt…